Schnee liegt auf den Zweigen eines Buschs, eine winterliche Landschaft im abendlichen Sonnenschein

neujahr

Neujahrsgrüße des Bürgermeisters


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Und wieder hat ein neues Jahr begonnen. Manchmal frage ich mich, wo das alte geblieben ist.

Gerne würde ich meine Neujahrsansprache im Saal im Haus des Gastes vor vielen Bürgern und Bürgerinnen halten, aber wie im letzten Jahr macht uns Corona wieder einen Strich durch die Rechnung. Das Positive ist, dass wir keinen allgemeinen Lockdown haben wie letztes Jahr.

Wir haben gelernt uns an kleinen Dingen zu erfreuen.

Lassen Sie mich trotzdem auf das vergangene Jahr zurückblicken.

Wir hatten viele Aktionen vorgesehen, viele Pläne aus 2020, die wir nachholen wollten, leider hat es nicht mit allem geklappt. 

Im vergangenen Jahr haben viele Dinge stattgefunden, ohne dass wir es groß bemerkt haben. Viele Dinge konnten angegangen oder umgesetzt werden.

Unsere Großbaustelle im Kurpark ging zügig voran, der Bach fließt im neuen Bett, die Außenanlagen sind noch in Arbeit. Die Brücken, der Spielplatz und der Parkplatz an der Kneippstraße müssen noch fertiggestellt werden.

Der erste Bauabschnitt der Lessingstraße wurde begonnen und liegt sehr gut im Zeitplan. Der zweite Bauabschnitt ist beschlossen und soll in den nächsten Jahren verwirklicht werden. Viele Baumaßnahmen in der Stadt sind in der Umsetzung oder Planung.

Mein Dank gilt allen beteiligten Firmen, unserem Sanierungsbüro mit Jutta Henß, Prof.Hans Dennhard und meinem Beigeordneten Rolf Enke, der für die Maßnahmen zuständig ist.

Die Sanierung des „Engels“ ist eine komplexe Angelegenheit. Wir haben im November die europaweite Ausschreibung der Planungsleistungen auf den Weg gebracht.

Die Planung für die zukünftige Gestaltung des Museums wird zügig vorangetrieben. Dafür haben wir im März Sabine Adler als Museumskoordinatorin auf Honorarbasis eingestellt. Sie kümmert sich um die Weiterentwicklung des Museums. Ein Mosaikstein davon sind die Objekte des Monats. Hier werden Ausstellungsstücke des Museums in der Stadt an verschiedenen Orten aus- und vorgestellt.

Der Stadtrat hat in seiner letzten Sitzung in 2021 die Satzung zur Schaffung einer Jugendvertretung verabschiedet. Zukünftig können sich dann unsere jungen Mitbürger und Mitbürgerinnen aktiv am politischen Stadtgeschehen beteiligen. Vielen Dank an alle Mitwirkenden und meiner Beigeordneten Gerda Schäfer.

Nach jahrelangem Warten wurde der Tunnelbau der Stadtumgehung im September begonnen. Ein großer Schritt für die Entwicklung von Bad Bergzabern. Die Fertigstellung der Umgehung bedeutet eine deutliche Beruhigung und damit eine Aufwertung des Kurtals.

Unser großes Projekt „SDG Modellkommune für ein nachhaltiges Rheinland-Pfalz“ konnte trotz Corona mit viel Engagement und einer regen Bürgerbeteiligung durchgezogen werden. In der Sitzung im Dezember hat der Stadtrat das Nachhaltigkeitskonzept verabschiedet. Dieses Konzept bildet einen Leitfaden für die Entwicklung von Bad Bergzabern bis 2030 unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Dabei umfasst die beschlossene Nachhaltigkeitsstrategie ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. 

Hier möchte ich allen Bürgern und Bürgerinnen danken, die in verschiedenen Formaten an der Erarbeitung des Konzepts mitgewirkt haben. Leider ging es fast nur in digitalen Veranstaltungen. Auch bei meiner Beigeordneten Ursula Schulz, sowie dem Kernteam bedanke ich mich für die tolle Arbeit, die unter erschwerten Bedingungen geleistet wurde.

Für das Jahr 2021 hatten wir einige Feste geplant. So sollte das Bahnjubiläum nachgeholt werden, unser Weinfest in Amberg sollte stattfinden. Gerne hätten wir auch unsere Hameckermärkte abgehalten. Doch aufgrund der steigenden Inzidenzzahlen und den verschärften Coronabedingungen mussten wir zusammen mit den Organisatoren diese Veranstaltungen absagen.

Aber trotz Corona gab es das ein oder andere zu feiern. So konnte die Premiere des Theaterstücks „Liberté- wir kommen“ im Schlossinnenhof aufgeführt werden. Auch das Fröhliche Kunterbunt konnte, wenn auch in kleinerer Form, durchgeführt werden.

Im Sommer hatten wir hier in Bad Bergzabern Glück, während die Bewohner des Ahrtals oder der Eifel von unvorstellbarem Leid getroffen wurden. Diese Bilder kannten wir bisher nur aus anderen Regionen unserer Erde.  Und doch wohnt auch in all dem Schlechten etwas Gutes inne. Die Hilfsbereitschaft, die durch diese Katastrophe ausgelöst wurde, war und ist einfach überwältigend. Entgegen aller Aussagen, dass die Menschen immer selbstsüchtiger seien, sind viele Tausende an die Ahr aufgebrochen um zu helfen und haben gespendet so wie ein Jeder es konnte. Hier möchte ich mich, stellvertretend für alle Helfer, bei den zahlreichen Feuerwehrleuten aus Bad Bergzabern bedanken. Sie haben sich aufgemacht um an der Ahr zu helfen. Dies war sicherlich kein leichtes Unternehmen, denn keiner wusste was ihn erwartete.

Trotz aller Widrigkeiten durch Corona und Naturkatastrophen, gab es im Jahr 2021 sicher auch für jeden von uns schöne Momente. Behalten wir diese in Erinnerung.

Im neuen Jahr gibt es wieder viele Dinge zu tun.

Im Kurpark und in der Lessingstraße werden die Baustellen fertig gestellt.

Ein Architekt für den „Engel“ wird beauftragt und die Planung für die Sanierung wird erstellt.

Auch das Feiern soll nicht zu kurz kommen. 

Es ist die Einweihung des neuen Erlenbaches im Kurpark mit einem Kurparkfest zu feiern. Das Chawwerusch-Theater wird, wegen der guten Resonanz im vergangenen Jahr, erneut das Stück zur Bergzaberner Republik aufführen. Unsere Hameckermärkte sollen wieder stattfinden.

Im Juli ist unser Weinfest in unserer Partnerstadt Amberg fest eingeplant. Darauf freuen wir und die Amberger uns sehr.

Überhaupt wird 2022 ein Jahr der Jubiläen und Feste.

70 Jahre Bundesland Rheinland-Pfalz
60 Jahre Elektronikzentrum der Bundeswehr
50 Jahre Verbandsgemeinde Bad Bergzabern
20 Jahre Bundespolizei in Bad Bergzabern

Liebe Bürger und Bürgerinnen in 2022 ist vieles geplant und in Vorbereitung.

Lassen Sie uns gemeinsam darangehen. Denn wir alle, Sie die Bürger und Bürgerinnen, der Stadtrat, der Bürgermeister und die Beigeordneten sind zusammen die Stadt Bad Bergzabern. Wie sagte J.F. Kennedy: “Frage nicht was der Staat für dich tun kann, sondern frage was du für den Staat tun kannst“. Ein jeder kann etwas für seine Stadt tun.

Für die gute Zusammenarbeit im letzten Jahr möchte ich mich noch bedanken.

Bei den Bürgern, die in vielen Aktionen der Stadt in vielfältiger Form geholfen haben, zum Beispiel bei der Mitarbeit zur Erarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie oder mit der Spende für die Weihnachtsbäume.

Beim Stadtrat und der Verbandsgemeindeverwaltung für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Bei unseren Beauftragten Heike Grill, Christian Eberle und Dr. Sven Böttinger für ihr Engagement.

Im Besonderen gilt mein Dank meinen Beigeordneten Gerda Schäfer, Ursula Schulz und Rolf Enke für die sehr gute, enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Ich wünsche uns allen ein friedliches, glückliches und gesundes neues Jahr 2022