Weihnachtsansprache des Bürgermeisters


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger von Bad Bergzabern,

wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu.

Und was für ein Jahr. Zu Beginn dieses Jahres beim Neujahrsempfang hatten wir für das Jahr 2020 viele Pläne und Ideen. Aber nach Fasching kam der große Schock.

Ein kleiner Virus legt Deutschland, ja ganz Europa, lahm – Lockdown.

Ein für uns bis dahin unvorstellbares Ereignis. Alles geschlossen. Behörden, Schulen, Kindertagesstätten, Vereine, Geschäfte, Gastronomie, alles dicht.

Jeder mehr oder minder auf zuhause beschränkt. Ein vollkommen neues, unbekanntes Gefühl.

Plötzlich nicht mehr die Frage: Wohin gehen wir heute Abend oder am Wochenende?

Kaum noch die Möglichkeit Verwandte zu besuchen, noch nicht einmal die Eltern oder Kinder.

Und dann die große Überraschung. Trotz aller Einschränkungen und Befürchtungen geht ein Ruck durch unsere Gesellschaft. Eine Welle von Hilfsbereitschaft geht durch unser Land. 

Ein schöner, guter Effekt in dieser ansonsten wenig erfreulichen Situation.

Über den Sommer erfreuten wir uns der Lockerung und kleinen Normalisierung unseres Lebens. Doch jetzt trifft uns die Pandemie schlimmer als im Frühjahr.

Seit letzter Woche sind wir wieder im strengen Lockdown. Die Geschäfte sind wieder geschlossen, Weihnachten findet nur in der engsten Familie und Silvester auch nur im ganz kleinen Kreis statt. Ein denkwürdiger Jahresabschluss.

Wir haben es in der Hand wie es weitergeht. Halten wir uns alle an die Hygieneregeln, setzen die Maske auf und halten Abstand. Ich bedanke mich bei Ihnen, liebe Bürgerinnen und Bürger, die das täglich tun.

Ich danke allen, auf die es in diesen Tagen besonders ankommt: Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte, sowie die Einsatzkräfte. Allen, die unsere Gesellschaft auch in der schwierigen Situation am Laufen halten: Kassiererinnen, Postboten, Lehrkräften, Kindergärtnerinnen, Reinigungskräften und vielen mehr. 

Ich danke den Familien, die die Kinderbetreuung meistern und das Sozialleben zurückstellen. Den Kindern, die alle Einschränkungen annehmen, obwohl sie alles andere als kindgerecht sind. Den Jugendlichen, die auf Partys, Gemeinschaftssport und Lebensfreude zum Wohle aller verzichten. Den Seniorinnen und Senioren, die ihre Lebensgewohnheiten ändern.

Dank und Hochachtung Ihnen allen!

Denken wir an die vielen, die von Corona betroffen sind, seien es die Erkrankten oder ihre Angehörigen. An die älteren Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumstände eher gefährdet sind, einsam zu werden. Für sie ist die jetzige Krisensituation besonders schwierig zu bewältigen.

Lassen Sie uns über die Weihnachtszeit innehalten und zur Ruhe kommen.

Denken wir auch an unsere Zukunft. 

Es wäre schön, wenn Sie liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger an unsere Geschäftsleute und Gastronomen denken. Unterstützen wir sie durch den Kauf von Gutscheinen oder durch Nutzung von Abholdiensten bei den Gastronomen. Denn es gibt auch eine Zeit nach Corona und wir alle möchten nicht durch eine Stadt spazieren, in der es keine Geschäfte und Gaststätten mehr gibt. Denn beides gehört zu einer lebendigen Stadt zum Wohlfühlen.

Lassen Sie uns positiv in die Zukunft blicken. Gemeinsam schaffen wir das.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihren Familien viel Gesundheit, eine ruhige, besinnliche Weihnachtszeit, ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr.

Ihr Stadtbürgermeister
Hermann Augspurger