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Kräutergarten und Kurpark

Heilkraut des Monats April:
die Schlüsselblume (primula veris)
Die Schlüsselblume wuchs ursprünglich wild in ganz Europa. Heute gehört sie zu den geschützten Pflanzen und darf deshalb nicht gesammelt werden. Die Pflanze gehört zu den Primelgewächsen und besitzt länglich-eiförmige kurz gestielte Blätter, die dicht am Boden sitzen. An langen, zart behaarten Stielen blühen von März bis April die goldgelben Blütenglocken. Die heilkräftigen Wirkstoffe der Pflanze sind hauptsächlich Saponine, daneben auch Gerbstoffe und Glykoside. Eingesetzt werden diese Inhaltsstoffe bei Husten und Verschleimung der Atemwege. Kneipp verordnete sie auch bei Gliederschmerzen und Gicht und bei Tabernae Montanus steht unter anderem: „So benehmen die Schlüsselblumen solchen Schmerzen der Glieder, wie und wo derselbe nur seyn mag“.

Heilpflanze des Monats März:
der Huflattich ( Tussilago farfara )
Schon ab Februar erscheinen die gelben Korbblüten des Huflattichs auf schuppigen Stängeln. Die grossen, herzförmig rundlich und gezähnten Blätter treiben erst nach der Blüte aus. Die Hauptwirkstoffe des Huflattichs, dazu zählen Schleimstoffe und Gerbstoffe, befinden sich zum grösseren Teil in den Blättern, weniger in den Blüten und werden hauptsächlich bei Atemwegserkrankungen eingesetzt. Schon Tabernaemontanus kannte diese Eigenschaften: „Diß Kraut wird für ein gut Brust- und Lungenkraut gehalten, weil es in trockenem Husten und Engbrüstigkeit sehr behülfflich.“

Kurpark: Pflege und Weiterentwicklung im Einklang mit der Natur
Im Kurpark von Bad Bergzabern wurden in den vergangenen Wochen verschiedene Maßnahmen umgesetzt, die Pflege, Aufenthaltsqualität und ökologische Entwicklung sinnvoll miteinander verbinden.Am Hang oberhalb des Parks sind die angefallenen Holzreste aufgearbeitet worden. Das Material wurde dabei nicht einfach entfernt, sondern bewusst in Form eines längeren Totholzhaufens angelegt, der sich durch den Hangbereich zieht. Diese Struktur schafft wertvolle Lebensräume für Insekten und Kleintiere und ist ein gezielter Beitrag zur Förderung der Biodiversität. Solche Maßnahmen sind Teil einer naturnahen Pflege, wie sie auch in der Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt vorgesehen ist.Gleichzeitig wurde der Bereich am Fuß des Hangs sichtbar aufgewertet. Ein Mitarbeiter des Gartenamtes hat neue Sitzbänke gefertigt, die inzwischen montiert wurden. Damit entstehen zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeiten mit Blick in den Park, die den Kurpark als Ort der Erholung weiter stärken.Die Entwicklung des Hangbereichs ist damit noch nicht abgeschlossen. Über die Sommermonate wird zunächst beobachtet, wie sich die Fläche natürlich entwickelt und welche Pflanzen sich von selbst ansiedeln. Auf dieser Grundlage ist für den Herbst eine gezielte Neubepflanzung vorgesehen. Geplant ist die Pflanzung von etwa fünf bis zehn Bäumen, abgestimmt auf die örtlichen Gegebenheiten sowie auf ökologische und gestalterische Gesichtspunkte.Insgesamt zeigt sich hier ein Ansatz, der aus meiner Sicht richtig ist: Pflege wird nicht isoliert gedacht, sondern mit ökologischen Zielen und einer Verbesserung der Aufenthaltsqualität verbunden. Der Kurpark bleibt damit nicht nur ein gepflegter, sondern auch ein lebendiger und zukunftsfähiger Teil unserer Stadt.
Christian Eberle
Beigeordneter der Stadt Bad Bergzabern / Bilder: Gartenamt

Blühende Ideen im Kurpark
Ein gefällter Baum muss nicht einfach verschwinden. Im Kurpark wurde ein Baumstumpf eines Silberahorns durch das Gartenamt kurzerhand in ein bepflanztes Gestaltungselement verwandelt.
Die Idee ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Die Bepflanzung sorgt für einen kleinen, saisonalen Hingucker und unterstützt gleichzeitig den natürlichen Zersetzungsprozess des Holzes. So wird die spätere Entfernung erleichtert. Das ist ganz im Sinne eines ressourcenschonenden Vorgehens.
Dieses Beispiel zeigt eindrucksvoll, mit wie viel Kreativität und praktischem Denken das Gartenamt arbeitet. Gleichzeitig passt die Maßnahme sehr gut zur Nachhaltigkeitsstrategie der Stadt Bad Bergzabern: Bestehende Strukturen sinnvoll nutzen, ökologische Prozesse fördern und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessern.
Ein schönes Beispiel dafür, wie nachhaltige Stadtentwicklung im Kleinen beginnt.Christian Eberle - Beigeordneter Bad Bergzabern








