Als Pfälzer muss man, mit einem Augenzwinkern, befürchten, dass er vielleicht auch die Pfalz den USA einverleiben will. Da halte ich es allerdings eher mit der Rheinpfalz und die Pfalz übernimmt die USA. Beim Anschauen der Nachrichten, fragt man sich manches Mal, was mit der Idee Europa los ist. Immer mehr Staaten und Politiker reden vom Austritt aus der EU. Gerne würde ich diesen Leuten zurufen, dass sie mal wieder einen Blick in die Geschichtsbücher werfen sollen. Noch nie gab es im Großteil Europas so lange Frieden. Das ist unseren Vorfahren zu verdanken, die nach dem 2. Weltkrieg sich aufgemacht haben, um ein europäisches Haus zu bauen. Und das ist auch heute noch stabil und wichtig. Populismus hat keine so lange Haltbarkeit. Auch das kann man aus der Geschichte lernen.
Ich bin sehr froh, dass die Verbandsgemeinde und die Bürgermeister einen guten, freundschaftlichen Kontakt zu unseren Kollegen im Elsaß pflegen.
Aus der Geschichte kann man auch lernen, dass sich die Bürger für Ihren Staat interessieren müssen um die Werte Demokratie, Freiheit und Wohlstand für alle zu erhalten. Sich vom Staat, und hier meine ich auch die Stadt und die Verbandsgemeinde, abzuwenden und sich nicht dafür einzusetzen, birgt eine große Gefahr. Dieses Verhalten begünstigt das Wachstum von Extremismus. Das können wir zurzeit sehr gut sehen, wenn man will.
Kommen wir nun zurück auf unsere Stadt und blicken zurück auf das zurück, was im letzten Jahr in Bad Bergzabern geschehen ist.
Beginnen wir mit den positiven Ereignissen: Wir konnten feiern. Im Sommer fand unser traditionelles Kurparkfest statt. Wir alle haben uns darauf gefreut, in schönem Ambiente zu feiern und den Sommer zu genießen. Den konnten wir tatsächlich trocken genießen. Äußerlich meine ich. Mir hat es wieder sehr viel Spaß gemacht. Ihnen doch auch? Mein Dank gilt allen Vereinen, die sich beteiligt haben. Sie alle haben es möglich gemacht das Kurparkfest zu organisieren und erfolgreich durchzuführen. Ein großer Dank an unsere Sponsoren, die mit Ihren Mittel das Kurparkfest ermöglicht haben. Bedanken möchte ich mich bei dem Team um Nicole Stephan, das mit großer Ausdauer und Geduld alle Beteiligten zusammengehalten hat. Bitte macht weiter so. Mein Dank gilt auch Christian Müller, Geschäftsführer unserer Stadtwerke, der sich nicht nur mit Rat und Tat, sondern auch mit einem Sponsoring der Stadtwerke eingebracht hat.
Ein weiteres Highlight war die Helle Nacht des Werbekreises, wie fast jedes Jahr. Die Helle Nacht ist mittlerweile ein fester Bestandteil unseres Festkalenders. Ein herzliches „Weiter so!“ an alle Beteiligten.
Im Dezember gab es einen gelungenen Jahresausklang mit dem Karolinenmarkt. Ich hätte nicht gedacht, dass das großartige Ambiente von 2024 noch übertroffen werden könnte, aber der Werbekreis hat tatsächlich noch eine Schippe draufgelegt. Der Schlosshof war wunderschön beleuchtet und das Angebot konnte nochmal erweitert werden. Eine großartige Neuigkeit gab es 2024. Der Karolinenmarkt holte sich Unterstützung aus dem Alpenland. Es kam eine Gruppe mit Krampussen und Perchten nach Bad Bergzabern. Dagegen sehen unsere Hutschelhexen fast schon possierlich aus. Besonders erfreulich war die große Zahl der Besucher. Herzlichen Dank an alle Organisatoren und die vielen helfenden Hände – das verdient einen großen Applaus! Neben den großen Festen gab es auch viele kleine, wie unsere Hameckermärkte. Sie entwickeln sich immer mehr zu einem beliebten Treffpunkt, um Freunde und Bekannte zu treffen und bei einem Glas Wein die Woche ausklingen zu lassen.
Auch städtische Projekte wurden im Jahr 2025 realisiert oder geplant. Der zweite Bauabschnitt der Lessingstraße wurde fertig gestellt. Die Anwohner haben jetzt eine schöne Straße.
Die Zufahrt zur Therme, der Rötzweg, vorher in einem schlimmen Zustand ist nun wieder top.
Die neue öffentliche Toilette am Bahnhof konnte Anfang des Jahres eröffnet werden. Die Parkplätze unter den Platanen am Schloss, können wieder trockenen Fußes benutzt werden.
Zum Ende des Jahres wurde die neue Brücke über den Erlenbach Richtung Blankenborn installiert und die Zuwegung erneuert. Jetzt ist Blankenborn auch wieder mit dem Radweg einigermaßen sicher zu erreichen.
Die Sanierung des „Engels“, läuft auf vollen Touren. Mein Beigeordneter Rolf Enke könnte sich eigentlich nur noch mit dieser Baustelle beschäftigen. Wie es halt bei der Sanierung mit so alten Häusern ist, rüttelt man vorne, wackelt es bis hinten. Bei unserer wöchentlichen Besprechung war immer die Frage welche Überraschung kommt jetzt. Aber das Ergebnis wird gut!
Im Bereich Bau und Planung hat sich wie man sieht, einiges getan. Rolf Enke hat mich gebeten, seinen besonderen Dank an die Mitarbeiter der Bauabteilung und des Bauhofes, für die tolle Arbeit auszurichten. Diesem Dank möchte ich mich gerne anschließen.
Am Bahnhofskreisel hat sich etwas getan. Das Kunstwerk von Martin Schöneich steht und ist auch gestrichen. Das Gartenamt mit Frau Ziegler und meinem Beigeordneten Christian Eberle haben in Abstimmung mit dem Künstler ein schönes Konzept für die Anlage des Kreisels erarbeitet und umgesetzt.
Ein weiteres großes Projekt war die Sanierung der Kita Regenbogen in der Danziger Straße. Der Rückzug der Kita hatte sich doch immer wieder hinausgezögert. Doch gegen Mitte des Jahres durften die Kinder wieder in ihre alte Kita umziehen. Mittlerweile konnten wir ein Stück des Nachbargrundstückes dazu erwerben. Hier können wir das Außengelände für die Kita erweitern. Dann haben unsere Kinder dort mehr Raum zum Spielen.
Die Volkshochschule Bad Bergzabern wurde Teil der Kreisvolkshochschule. Der VHS-Standort Bad Bergzabern bleibt unter dem Dach der Kreisvolkshochschule erhalten. Hier möchte ich mich bei allen Mitarbeitern und der ehemaligen Leiterin der Volkshochschule für ihre in den letzten Jahren geleistete Arbeit bedanken.
Die Bücherei ist in ihrem neuen Domizil im Haus des Gastes angekommen. Das Team der Bücherei fühlt sich dort wohl und die Leser kommen auch gerne dorthin. Vielen Dank meine Damen für ihre großartige Arbeit in der Bücherei. Im Dezember konnte das erste Projekt im Förderprogramm Innenstadtimpulse eröffnet werden. Sechs Damen haben sich zusammengefunden und einen Pop Up Store gegründet.
Die Stadt unterstützt dies im Rahmen des Förderprogramms mit Hilfe von Landesmitteln. Damit ist wieder ein Stück Leben in die Fußgängerzone zurückgekommen.
Wie Sie sehen, hat sich einiges 2025 in Bad Bergzabern getan. Auch im Jahr 2026 wollen wir einiges in Angriff nehmen. Letztes Jahr kündigte ich an, eine weitere große Maßnahme, die uns über Jahre beschäftigen wird, angegangen werden soll, die Sanierung des Hauses des Gastes. Das war etwas optimistisch. Es gab viele Gespräch, da das Thema doch sehr umfangreich ist. Kleine Notmaßnahmen wurden durchgeführt. Jetzt haben wir Planer gefunden, die alle Maßnahmen aufnehmen und beziffern, sodass der Stadtrat dann entscheiden kann, wie es mit dem Haus weitergehen soll.
Die Stadt hat beim Regionalen Zukunftsprogramm Regional. Zukunft. Nachhaltigkeit. des Landes Rheinland-Pfalz drei Projekte angemeldet. Alle drei Projekte habe eine Förderbewilligung erhalten. Wir wollen mit diesen Mitteln das Außengelände der Kita Regenbogen erneuern, den Stauweiher ausbaggern und herrichten, sowie die Technik in der Schloßhalle sanieren. Diese drei Projekte sind mit etwas über einer Million Euro veranschlagt und werden zu 100% vom Land gefördert.
Dieses Jahr endet auch unser Sanierungsprojekt Historische Innenstadt nach 15 Jahren. Nach intensiven Beratungen mit unserem Beratungsbüro Deubert wollen wir uns für ein neues Innenstadtsanierungsprogramm bewerben. Ebenso soll für das Kurviertel III ein Sanierungsprojekt gestartet werden.
Die im Jahr 2025 angefangenen Projekte werden 2026 weitergeführt und abgeschlossen. Auch unsere beliebten Feste werden wieder gefeiert. Die Planungen für das Kurparkfest laufen bereits auf Hochtouren.
Im Mai wird erneut das Stabhochsprungmeeting vor dem Schloss stattfinden. Das war im letzten Jahr ein großartiges Ereignis. Vielen Dank an die Organisatoren und stellvertretend für alle Helfer ein besonderer Dank an Herrn Zepp!
Wie die letzten Jahre auch feiern wir im Juni den Rosenmarkt im Schloßinnenhof. Der Rosenmarkt hat eine schöne Tradition. Gut ist auch, dass sich eine Nachfolgerin für Frau Kunze gefunden hat. Frau Kirchner hat die Organisation des Rosenmarktes übernommen. Vielen Dank dafür.
Dieses Jahr gehen wir zum Feiern auch auf Reisen. Nachdem wir im Jahr 2024 unsere Partnerstadt Amberg mit ihrem Bierfest zu Gast hatten, sind wir dieses Jahr mit unserem Weinfest im Juli in Amberg zu Gast.
Gestatten Sie mir noch ein Wort zur Politik. Im März steht die Landtagswahl an. Ich möchte Sie eindringlich dazu aufrufen, Ihr demokratisches Recht auf freie Wahlen wahrzunehmen und auszuüben.
Zum Schluss möchte ich mich bei vielen Menschen bedanken: Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Gartenamtes unter der Leitung von Anja Ziegler. Sie sorgen bei jedem Wetter für die Sauberkeit in unserer Stadt und das Bad Bergzabern jedes Jahr aufs Neue erblüht. Sicher haben Sie bemerkt, dass einige Anlagen in der Stadt nachhaltig auf mehrjährige Staudenbepflanzung umgestellt wurden. Hier haben sich die Mitarbeiter und die Leiterin des Gartenamtes mit Ideen eingebracht.
Unser Beigeordneter Christian Eberle hat sich sehr gut in seinen Geschäftsbereich eingearbeitet und bringt neue Ideen ein. Danke dafür.
Unser Gartenamt leistet großartige Arbeit. Kritik ist leicht, es besser zu machen hingegen nicht. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtwerke, die dafür sorgen, dass wir zuverlässig mit Strom und exzellentem Trinkwasser versorgt sind. Ich bin mir sicher, dass wir dank unserer guten Stadtwerke keine Probleme mit Stromausfällen in der Stadt haben. Zumindest nicht aus unserem Verantwortungsbereich.
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bücherei, den Reinigungskräften die unsere Gebäude und hier besonders die öffentlichen Toiletten sauber halten. Bei Frau Bauer im Vorzimmer, sowie Herr Jäger und Herr Krieger im Haus des Gastes. Bei unseren Gästeführerinnen, die unsere Stadt unseren Gästen näherbringen und das mit viel Freude und Engagement. Bei allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich in zahlreichen Aktionen engagieren: etwa bei der Spende für Bäume oder der Seniorentruppe, die den Kräutergarten pflegt. Ihr Engagement ist beeindruckend und verdient höchsten Respekt und Dank.
Besonders bedanken möchte ich mich bei den vielen Aktiven, die im Haus der Familie sehr gute und sehr wichtig Arbeit machen. Ich wüsste nicht, was wir tun sollten, wenn das Haus der Familie seine vielfältigen Tätigkeiten für die Senioren, für die Menschen, die den Überblick verloren haben und für die Flüchtlinge nicht erfüllen könnte. Hier ein Ruf an unsere Politik im Land und Bund, wir brauchen Hilfe. Stellvertretend für alle im Haus der Familie mein Dank an Frau Schreieck und Frau Ledtermann.
Bei der Bad Bergzaberner Tafel unter der Führung von Frau David. Hier wird großartige Arbeit vollbracht und das alles im Ehrenamt. Ende letzten Jahres konnten wir eine Spende aus Erlösen des Benefizkonzertes mit dem Bundespolizeiorchester übergeben. Mein Dank an die Bundespolizeiabteilung Bad Bergzabern für die Idee und großartige Umsetzung dieser Idee. Es war ein ganz tolles Konzert.
Bei den Stadtratsmitgliedern, den Ausschussmitgliedern bedanke ich mich für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller Abteilungen der Verbandsgemeindeverwaltung bedanke ich mich für die gute Unterstützung und Hilfe. Bei der ehrenamtlichen Tätigkeit als Bürgermeister und Beigeordnete, ist die Verwaltung eine große Hilfe. Die Verwaltung arbeitet gut und konstruktiv mit der Stadtspitze zusammen. Ich weiß, dass oft über die Verwaltung gemeckert wird, aber liebe Bürgerinnen und Bürger unsere Verwaltung arbeitet gut und bürgerfreundlich. Manchmal liegt es aber an Gesetzen und Verordnungen, die von anderen beschlossen werden, wenn es nicht unbedingt schnell oder in Ihrem Sinne geht. Es liegt uns Deutschen anscheinend im Blut die Bürokratie immer umfangreicher zu machen. Die Mitarbeiter in der Verwaltung müssen das eben umsetzen, deshalb freuen sich alle in der Verwaltung, wenn man einen freundlichen Umgang miteinander pflegt. Ich bedanke mich bei unseren Beauftragten Frau Ann-Sophie Briem und Dr. Sven Böttinger für ihr Engagement. Ich danke auch der Trachtengruppe Bad Bergzabern, die uns beim Empfang wieder gut mit Wein versorgte. Im Besonderen gilt mein Dank meinen Beigeordneten Martin Körner, Rolf Enke und Christian Eberle für die sehr gute, enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wie ich sind alle drei im Ehrenamt, mit eigenem Geschäftsbereich. Bei einer Stadt mir fast 10.000 Einwohnern ist Ihre Arbeit sehr zeitaufwendig und sicherlich nicht immer leicht. Wir sind ein gutes Team und es macht Spaß mit Euch drei zusammen zu arbeiten. Vielen Dank für Eure Unterstützung und Hilfe. Ich weiß diese sehr zu schätzen.
Last but not least bedanke ich mich bei Frau Beyer und Herrn Rinck für die wunderbare musikalische Begleitung.
Hermann Augspurger
Stadtbürgermeister
